Re:Born

Re:Born, Japan 2016

Vertrieb: Midori Impuls
Medium: Blu-ray, DVD
Ländercode: B, All
Gerne: Action
Freigabe: Ungeprüft
Laufzeit: 100:02 Minuten, 95:56 Minuten
Sprachen: Japanisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 2,35:1 (1080p), 2,37:1
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1, DTS 5.1, Dolby Digital 5.1
Limitierung: 500 Stück

Bonusmaterial:

  • Interviews mit Tak Sakaguchi und Yûji Shimomura
  • The Ultimate Action Movie (4 Teile)
  • Trailer Re:Born
  • Trailershow

 

Regie: Yûji Shimomura
Drehbuch:
Darsteller: Tak Sakaguchi, Mariko Shinoda, Takumi Saitô, Orson Mochizuki, Yura Kondo, Masaya Katô, Issei Ishida, Hitomi Hasebe, Akio Ôtsuka u.a.

Toshiro, ehemaliger Special-Ops-Soldat einer Elite-Einheit, lebt als einfacher Ladenbesitzer in ländlicher Abgeschiedenheit und kümmert sich um seine Adoptivtochter Sachi – bis eines Tages ein rätselhafter Mord passiert: Dahinter steckt sein ehemaliger Offizier, genannt „Phantom“, der einen brutalen Rachefeldzug startet. Als dann noch seine Adoptivtochter gekidnappt wird, gibt es für Toshiro kein Halten mehr – sein Kampfgeist bricht sich neue, noch gnadenlosere Bahnen. Ihm gegenüber: Eine Armee brutaler Killer!

Ein japanischer Actioner der nach wenigen Minuten der anfänglichen Ruhe auf den Spuren von The Raid wandelt und dabei doch völlig selbstständig und kompromisslos wirkt. Re:Born ist genau der richtige “Hau druff”-Film für einen anständigen Filmabend abseits der üblichen Filmkost. In Re:Born meldet sich ein durchtrainierter Tak Sakaguchi wieder zurück und verantwortlich für dieses physische Gleichgewicht ist Yoshitaka Inagawa, Choreograph und Trainer der sogenannten Zero Range Technik. Womit wir auch schon einen der wichtigsten Punkte hätte, die diesen Film von Regisseur Yûji Shimomura so beeindruckend und schockierend wirken lassen. Mit der besagten Zero Range Technik weicht man nämlich sowohl von klassischen Kampfkünsten wie Kung Fu und Karate oder wenig gängigeren Techniken wie Pencak Silat ab, stattdessen kommt hier eine Technik zum Vorschein, in der selbst U.S. Spezialeinheiten unterrichtet werden. Und genau diese Technik lässt die Action in Re:Born so real wirken.

Die Handlung von Re:Born ist sicherlich nicht äußerst originell und erst recht nichts neues, aber dafür gut in Szene gesetzt. Tak Sakaguchi spielt den ehemaligen Elitesoldaten Toshiro, der inzwischen ein zurückgezogenes Leben führt und Besitzer eines kleinen Lebensmittelladens ist. Außerdem sorgt er sich noch um seine Adoptivtochter Sachi. Doch es ist nicht alles harmonisch, Toshiro wird von einem Trauma geplagt und so muss er sich mit seinen inneren Dämonen auseinandersetzen. Eines Tages wird Toshiro selbst Zielscheibe von einem alten Weggefährten und sieht sich von einer immer größer werdenen Anzahl an Auftragskillern umringt. Toshiro weiß bereits das die Ruhe vorbei ist und bereitet sich vor. Als seine Adoptivtochter Sachi dann auch noch entführt wird, begibt sich Toshiro auf eine letzte Mission, er wird Sachi retten und das „Phantom“ endgültig in Jenseits schicken.

Der Aufbau der Handlung erstreckt sich über mehrere Ebenen, Re:Born baut sich in mehreren Etappen auf und steigert sich dabei kontinuierlich, besonders der Härtegrad nimmt immer mehr Fahrt auf. Und genau das ist es, was Genre-Kenner und Freunde sehen wollen. Harte Fights und diese gibt es in Re:Born haufenweise und es geht dabei immer kompromissloser zur Sache um so näher man auf das Finale zusteuert. Was einigen Actionszenen etwas zum Nachteil verhilft, sind die CGI Effekte bei den Kills. Diese wirken stellenweise leider etwas unrealistisch, sofern man dies bei einem Film wie Re:Born so überhaupt sagen kann. Die etwas schwächeren Effekte bekommen aber einen Ausgleich mit den persönlichen Fights im direkten Kontakt. Dabei ist es gleich ob auf freier Fläche oder in einer Telefonzelle (!), da geht schon was. Dabei setzt Regisseur Yûji Shimomura auf schnelle Schnitte und unterschiedliche Einstellungen, was dem Film sein Tempo verleiht.

Ich war wie viele andere Filmfreunde ebenfalls sehr froh, dass es endlich wieder einen Film mit Tak Sakaguchi gibt. Die Rolle des Toshiro verkörpert Tak Sakaguchi sowohl in einer Gelassenheit aber auch in einer menschlichen Kälte die schon fast gespenstisch wirkt. Das Training in der Zero Range Technik steht dem Schauspieler sehr gut und erinnert an alte Zeiten. Ja ich weiß, der Vergleich seiner schauspielerischen Leistungen mit seiner Rolle in Versus wird immer gerne als Refferenz genommen und ja verdammt, dies ist auch absolut berechtigt. Zwar kommt Tak Sakaguchi mit seiner Darbietung in Re:Born auch nicht an seine Rolle in Versus heran, aber er meldet sich eindruckvoll zurück.

Bei Midori Impuls hat man sich mit dieser Veröffentlichung wohl selbst etwas ganz starkes gegönnt. Re:Born ist ein Actionfilm der von der ersten (ruhigen) Minuten an funktioniert und eine stetig wachsende Action zu verzeichnen hat. Im bewehrter Manier präsentiert sich auch dieser Veröffentlichung, der Film kommt im Mediabook mit unterschiedlichen Covermotiven und jeweils einer Blu-ray und einer DVD. Bild und Ton sind nicht zu beklagen, ein klares Bild und ein sauberer Ton in unterschiedlichen Format, lassen Re:Born wunderbar in Erscheinung treten. Üblicherweise verzichtet man auch hier auf eine deutschsprachige Sychronisation und belässt es ausschließlich im japanischen O-Ton mit deutschen Untertiteln. Ich bin zwar nicht mehr wirklich an Extras interessiert, wenn überhaupt dann an Deleted Scenes und diese sollten eigentlich im Film eingebaut werden. Ansonsten lassen mich die Zugaben inzwischen eher kalt. Dennoch sei auf das Bonusmaterial hingewiesen, hier gibt es u.a., Interviews mit Tak Sakaguchi und Yûji Shimomura und einen 4-teiligen Bericht. Die Re:Born Veröffentlichung aus dem Hause Midori Impuls kann man bedenkenlos in die heimische Sammlung stellen, ein sehenwerter Actioner aus Japan der überzuegt!

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