Beautiful Fucking Day

Kuso subarashii kono sekai, Japan 2013

Vertrieb: 8 Films
Medium: Blu-ray, DVD
Ländercode: B, All
Gerne: Splatter, Slasher
Freigabe: Ungeprüft
Laufzeit: 78:25 Minuten, 75:14 Minuten
Sprachen: Deutsch, Japanisch/Englisch
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1,78:1 (1080p), 1,78:1 (anamorph)
Tonformat: DTS-HD Master Audio 5.1, Dolby Digital 5.1
Limitierung: 999 Stück

Bonusmaterial:

  • Making Of
  • Trailer
  • 24-seitiges Booklet mit Interviews und Vorwort vom Regisseur

 

Regie: Kayoko Asakura
Drehbuch: Kayoko Asakura
Darsteller: Kim Kkobbi, Tomoyasu Abe, Chika Amaki, Julian Curtis, Marty Hrejsa, Akihiro Kitamura, Adam LaFramboise, Andy Maloo, Nanako Ôhata, Tiffany Pulvino, Shijimi, Michael Villar u.a.

Eigentlich wollte die in den USA studierende südkoreanische Studentin A-jung sich nur eine Auszeit vom stressigen Universitätsalltag nehmen. Das Angebot ihrer japanischen Freundin Takako zusammen mit anderen japanischen Studenten in ein abgelegenes Haus zu fahren, nimmt A-jung daher gerne an. Der erhoffte Erholungstrip verwandelt sich jedoch in einen grauenhaften Albtraum, als die Studenten mit zwei psychopathischen Hillbilly-Brüdern aneinandergeraten. Doch dies ist noch das kleinste Übel angesichts der vorherrschenden übernatürlichen Macht, die ohne Vorwarnung von jedem Körper besitz ergreifen kann. Das ohnehin schon blutige Treiben verwandelt sich in ein wahres Schlachtfest.

Vielleicht bin ich etwas eingerostet oder mittlerweile auch zu abgebrüht, aber bei einem Werbetext wie dieser auf dem Mediabook von Beautiful Fucking Day steht, habe ich natürlich schon ein ziemlich blutiges und intensives Horrorerlebnis mit übernatürlichen Elementen erwartet. Was ja nun auch nicht überrascht, immerhin hat man sich bewusst zu einem blutigen Filmabend entschieden. Natürlich liegt der Fokus auf allerlei Schockeffekte im Film, dass möchte man sehen und erwartet man. Allerdings sollten die Rahmenbedingungen nicht vernachlässigt werden und so sollte die Handlung, je nachdem welche Stilrichtung man eingeschlagen hat, mehr oder minder vernünftig ausgearbeitet sein.

Der Film Beautiful Fucking Day erzählt die Geschichte der in den USA studierenden jungen Südkoreanerin A-jung, die von ihrer japanischen Mitkommilitonin Takako eingeladen wird, mit ihr und anderen japanischen Studenten und  Studentinnen ein Wochenende in einem abgelegenen Haus zu verbringen. Gut, damit hätten wir schon einmal einen soliden und vertrauten Auftakt der zu einem klassischen Slasherfilm führt. Das die Protagonisten dann im Laufe der Geschichte und beim wilden Feiern auf zwei durchgeknallte Rednecks stoßen die dann noch Jagd auf sie machen, passt auch erst einmal wunderbar. Immerhin könnte dies ein unterhaltsames Katz-und-Maus Spiel werden. Am Ende gesellt sich dann noch eine übernatürlich Macht hinzu, die den Protagonisten einen Körpertausch spendiert. So, damit haben wir grundsätzlich erst einmal eine durchaus brauchbare und recht interessante Handlung, zumindest liest es sich danach. Leider ist es viel, sehr viel heiße Luft die versprüht wurde und das abgedrehte Endergebnis der Geschichte nicht ansatzweise gerecht wird.

Aller Anfang stehen die Protagonisten der Handlung, weder die Studentinnen und Stundenten, noch die Rednecks werden vorgestellt. Sieht man von den Namen ab, erfährt man rein gar nichts über sie. Egal ob es sich um A-jung handelt oder die Anderen, es wird nicht darauf eingegangen warum sie studieren, woher sie sich kennen oder sonstige Informationen erhält man. Einzig einige oberflächliche Randnotizen werden mit ins Spiel gebracht. Auch das Wochenende im Haus wird ohne irgendwelche Erklärungen gestartet. Auch was die beiden Rednecks betrifft, gibt es keinerlei Hintergrundinformationen. Warum sind die beiden Mörder, welche Beweggründe haben sie dazu getrieben und dann noch der alte, geistig verwirrte Onkel im Haus der Rednecks, der aus irgendwelchen Grund geschlagen und gedemütigt wird. Man kann jetzt natürlich behaupten, die Rednecks sind generell geistig daneben und lassen ihrer Wut freien Lauf. Würde passen, allerdings hat dies für die Handlung keinen Einfluss bzw., es ist kein essenzieller Bestandteil. Nach allem was wir hier nun geschrieben haben, wissen wir nun immerhin das wir nicht wirklich etwas über die beteiligten Personen weiß.

Hinzu gesellt sich dann noch die angepreiste übernatürliche Macht, die einen Körpertausch bewirkt. Die Idee ist zwar nicht neu aber könnte dennoch spannend sein. Zumindest wenn man diesen Aspekt wirklich anständig genutzt hätte. Denn das, was man dem Zuschauer hier als übernatürliche Kraft verkauft, ist nun wirklich eine Lachnummer. Keinerlei Effekte oder zeremonielle Riten bringen dies in den Film ein. Auf einmal war der Körpertausch da, ohne Erklärung und noch wichtiger, auf welcher Basis dies geschehen ist.

Generell wirkt Beautiful Fucking Day unentschlossen, es lässt einfach immer wieder den Einschein durchblicken, das Regisseur Asakura sich nicht wirklich sicher war, in welche Richtung er mit seinem Film hin wollte. Charaktäre ohne nennenswerte bzw., ohne bekannte Beweggründe, eine Handlung ohne wirklichen Strukturen und am Ende bleiben nur große Fragezeichen im Raum stehen. Die Effekte sind ganz nett gemacht, wenngleich man beim Anblick auch in Versuchung verfallen könnte einen Lachanfall zu erleiden. Wenn einem der Protagonisten die Beine nacheinander in mehrere Teile abgetrennt werden und der Student dabei mit den Händen wackelt und quietschige Geräusche von sich lässt, könnte man meinen das seine Gestikulation eher auf einen Orgasmus hindeutet, den er gerade erlebt, als an eine Folter.

Beautiful Fucking Day wirkt unfertig und auch ein paar nette Splatterszenen trösten nicht darüber hinweg, dass dieser Film eine ziemliche Mogelpackung ist. Der starke Werbetext und das, mehr oder weniger, finstere Artwork lassen mehr erwarten als was man am Ende serviert bekommt. Da hätte man mehr, viel mehr draus machen können!

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